27.05.2021

Was das CAS Risk & Safety Management mit Kaffeekapseln zu tun hat

Interview Nathalie Meyer

Seit ich vor Jah­ren mei­ne er­ste Kap­sel-Kaf­fee-Ma­schi­ne kauf­te, frag­te ich mich je­den Mor­gen, ob da ir­gend­wer ir­gend­wo im Kel­ler sitzt und nach Scha­blo­ne mit der Na­gel­sche­re die Deckel für die Kap­seln aus­schnei­det.

Es war nicht Ge­or­ge Cloo­ney, der mir die­se ro­man­ti­sche Il­lu­si­on nahm, son­dern Na­tha­lie Mey­er. Sie hat ge­ra­de un­ser CAS Risk & Safe­ty Ma­nage­ment ab­ge­schlos­sen und ar­bei­tet als «Cust­o­mer Qua­li­ty En­gi­neer» bei Alu­pak in Belp/BE.


Die Alu­pak stellt Alu­kap­seln für Le­bens­mit­tel her, wich­tig­stes Pro­dukt sind Kaf­fee­kap­seln. Ich weiss nicht, ob es dar­an liegt, dass im Ho­me Of­fice mein Kaf­fee­kon­sum um das Fünf­fa­che ge­stie­gen ist, aber auf je­den Fall wird die Pro­duk­ti­on der Kap­seln bei Alu­pak in die­sen Ta­gen noch­mals kräf­tig hoch­ge­fah­ren. Na­tha­lie Mey­er ist die per­fek­te Per­son für Risk & Safe­ty in Sa­chen Kaf­fee­kap­seln, denn sie war vor ih­rer An­stel­lung bei Alu­pak schon für Le­bens­mit­tel­si­cher­heit und Qua­li­täts­ma­nage­ment bei Em­mi tä­tig. So kann ich wei­ter­hin un­be­küm­mert an sie­ben Ta­gen pro Wo­che mei­nen Kaf­fee aus der Ma­schi­ne zap­fen, oh­ne Angst, dass sich je­mand des­we­gen mit der Na­gel­sche­re in den Fin­ger sticht. Ei­ne si­che­re Sa­che!


Lu­kas Mat­ter, un­ser Ex­per­te für Risk & Safe­ty Ma­nage­ment, hat Na­tha­lie be­fragt, was sie kon­kret im CAS Risk & Safe­ty ge­lernt hat und wie ihr das im Job nützt.

Lie­be Na­tha­lie, war­um hast du Dich für un­ser CAS Risk & Safe­ty Ma­nage­ment ent­schie­den?


Dies ge­schah recht spon­tan vor dem Hin­ter­grund, dass ich das Ma­ster­stu­di­um Qua­li­ty Lea­dership ab­sol­vie­ren möch­te. Das CAS ist ein Bau­stein für den Ma­ster. Ich ha­be mir ge­dacht, dass mich Ri­si­ko­ma­nage­ment ja ei­gent­lich ein Le­ben lang be­glei­tet – so­wohl ge­schäft­lich wie auch pri­vat. Ge­ra­de weil es so uni­ver­sell ein­setz­bar ist, woll­te ich mehr dar­über er­fah­ren und mir ent­spre­chen­des Me­tho­den­wis­sen er­ar­bei­ten. Zu­dem ist es na­tür­lich auch na­he am Qua­li­täts­ma­nage­ment und ich er­hoff­te mir, mei­ne Ge­schäfts­kol­le­gin­nen und Ge­schäfts­kol­le­gen z.B. bei Ri­si­ko­ana­ly­sen künf­tig bes­ser un­ter­stüt­zen zu kön­nen.

Wel­che Er­in­ne­run­gen hast Du an den Ein­stieg in das CAS Risk & Safe­ty Ma­nage­ment?


Ich fühl­te mich zu­erst doch ei­ni­ger­mas­sen ins kal­te Was­ser ge­wor­fen. Da war viel Un­ge­wiss­heit, weil ich noch we­nig Er­fah­rung in die­sen The­men hat­te. Die­se Ge­füh­le sind dann aber zum Glück rasch wie­der ver­schwun­den. Ge­ra­de die kom­ple­xe­ren The­men, wie zum Bei­spiel die ver­schie­de­nen For­men von Ma­nage­ment­sy­ste­men, wur­den zu Be­ginn von Grund auf er­klärt und ge­mein­sam er­ar­bei­tet. Mit die­ser Un­ter­stüt­zung konn­te ich mein Wis­sen Schritt für Schritt auf­bau­en und fühl­te mich da­bei si­cher und gut be­glei­tet.

Du ar­bei­test bei Alu­pak, ei­nem ty­pi­schen KMU mit et­wa 320 Mit­ar­bei­ten­den. In­wie­fern sind denn da Ma­nage­ment­sy­ste­me über­haupt ein The­ma?


Wir sind nach ISO 9001 zer­ti­fi­ziert und set­zen na­tür­lich auch die Vor­ga­ben der Su­va um. Zu­dem ha­ben wir schon bis­her sy­ste­ma­tisch ei­ne ho­he Qua­li­tät auf si­che­re Art ge­währ­lei­stet, wo­für wir uns an der Swiss­me­cha­nik Bran­chen­lö­sung ori­en­tie­ren. Wir sind be­strebt, in Zu­kunft ein Safe­ty Ma­nage­ment Sy­stem nach ISO 45001 auf­zu­bau­en. Nach dem CAS ist für mich klar, dass wir ein in­te­grier­tes Ma­nage­ment­sy­stem an­stre­ben müs­sen, wel­ches auch Safe­ty- und Ri­si­ko­a­s­pek­te be­inhal­tet. Da­zu wer­den nun auch neue Res­sour­cen be­reit­ge­stellt. Für die­sen Ent­scheid war es si­cher hilf­reich, dass wir mit Le­bens­mit­tel­si­cher­heit zu tun ha­ben, da ist das Be­wusst­sein für Qua­li­tät und Si­cher­heit oh­ne­hin be­reits sehr hoch.

Wel­che an­de­ren In­stru­men­te und Mo­del­le aus dem CAS sind für Dich in Dei­nem All­tag nütz­lich?


Das ist ganz si­cher mal die Ri­si­ko­ana­ly­se in­klu­si­ve Ri­si­ko­ma­trix. Dann ist mir auch noch im Mo­dell «Re­le­van­te Key Per­for­mance In­di­ca­tors» der Un­ter­schied zwi­schen «Lea­ding- und Lag­ging-In­di­ca­tors» ge­blie­ben und auch die Mo­del­le von Safe­ty I und Safe­ty II, die für mich völ­li­ges Neu­land dar­stell­ten und mich in mei­nem Um­feld de­fi­ni­tiv wei­ter­brin­gen. In den Be­rei­chen Busi­ness-Con­ti­nui­ty-Plan­ning und Not­fall- und Kri­sen­ma­nage­ment ha­ben sich mir schliess­lich ganz neue Ho­ri­zon­te er­öff­net. Das führ­te da­zu, dass wir ein neu­es Eva­kua­ti­ons­kon­zept ein­ge­führt ha­ben, das wir mit der lo­ka­len Feu­er­wehr ge­mein­sam üben.

Gibt es noch wei­te­re Lern­in­hal­te, die Du in der Pra­xis an­wen­dest?


In Sa­chen Lea­dership und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein bin ich ei­nen gros­sen Schritt vor­an­ge­kom­men. Das hilft mir bei der täg­li­chen Ar­beit, spe­zi­ell beim Schu­len, In­stru­ie­ren und Sen­si­bi­li­sie­ren un­se­rer Mit­ar­bei­ten­den. Aus­ser­dem kann ich jetzt pro­fes­sio­nell Ri­si­ko­ana­ly­sen er­stel­len, die wir dann ei­ner­seits für An­wen­dungs­fra­gen in der Pro­duk­ti­on als Ent­schei­dungs­grund­la­ge nut­zen, an­de­rer­seits kann ich da­mit auch die Ent­schei­dungs­trä­ger in der Fir­ma über­zeu­gen.

Wem emp­fiehlst du un­ser CAS Risk & Safe­ty Ma­nage­ment?


Auf­grund der ge­ne­ra­li­sti­schen Aus­rich­tung ei­gent­lich al­len, die sich für Safe­ty- und Risk-Fra­gen in­ter­es­sie­ren und dar­in «sat­tel­fest» wer­den möch­ten. Für Leu­te, die be­ruf­lich mit sol­chen Fra­ge­stel­lun­gen kon­fron­tiert sind und bis­her noch nicht über ei­ne spe­zi­fi­sche Aus­bil­dung ver­fü­gen, ist das CAS ein idea­ler Ein­stieg. In­ner­halb des Ma­ster­stu­di­ums Qua­li­ty Lea­dership se­he ich das CAS Risk & Safe­ty Ma­nage­ment klar als «Muss-CAS», denn ein sy­ste­ma­ti­sches Chan­cen-Ri­si­ko-Den­ken hilft im Qua­li­täts­ma­nage­ment un­ge­mein. Üb­ri­gens fin­det man auch im täg­li­chen Le­ben lau­fend Fra­ge­stel­lun­gen, die sich da­mit bes­ser – und si­che­rer!– be­wäl­ti­gen las­sen.

Vie­len Dank für das In­ter­view und den span­nen­den Ein­blick in Dei­ne Welt!

 

Text und Kaf­fee­kap­sel­des­il­lu­sio­nie­rung: Su­san Čon­ka

In­ter­view: Lu­kas Mat­ter/SAQ-QUA­LI­CON AG, Mai 2021

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