Was das CAS Risk & Safety Management mit Kaffeekapseln zu tun hat

Seit ich vor Jahren meine erste Kapsel-Kaffee-Maschine kaufte, fragte ich mich jeden Morgen, ob da irgendwer irgendwo im Keller sitzt und nach Schablone mit der Nagelschere die Deckel für die Kapseln ausschneidet.

Es war nicht George Clooney, der mir diese romantische Illusion nahm, sondern Nathalie Meyer. Sie hat gerade unser CAS Risk & Safety Management abgeschlossen und arbeitet als «Customer Quality Engineer» bei Alupak in Belp/BE.

Die Alupak stellt Alukapseln für Lebensmittel her, wichtigstes Produkt sind Kaffeekapseln. Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass im Home Office mein Kaffeekonsum um das Fünffache gestiegen ist, aber auf jeden Fall wird die Produktion der Kapseln bei Alupak in diesen Tagen nochmals kräftig hochgefahren. Nathalie Meyer ist die perfekte Person für Risk & Safety in Sachen Kaffeekapseln, denn sie war vor ihrer Anstellung bei Alupak schon für Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement bei Emmi tätig. So kann ich weiterhin unbekümmert an sieben Tagen pro Woche meinen Kaffee aus der Maschine zapfen, ohne Angst, dass sich jemand deswegen mit der Nagelschere in den Finger sticht. Eine sichere Sache!

Lukas Matter, unser Experte für Risk & Safety Management, hat Nathalie befragt, was sie konkret im CAS Risk & Safety gelernt hat und wie ihr das im Job nützt.

 
 

Liebe Nathalie, warum hast du Dich für unser CAS Risk & Safety Management entschieden?

Dies geschah recht spontan vor dem Hintergrund, dass ich das Masterstudium Quality Leadership absolvieren möchte. Das CAS ist ein Baustein für den Master. Ich habe mir gedacht, dass mich Risikomanagement ja eigentlich ein Leben lang begleitet – sowohl geschäftlich wie auch privat. Gerade weil es so universell einsetzbar ist, wollte ich mehr darüber erfahren und mir entsprechendes Methodenwissen erarbeiten. Zudem ist es natürlich auch nahe am Qualitätsmanagement und ich erhoffte mir, meine Geschäftskolleginnen und Geschäftskollegen z.B. bei Risikoanalysen künftig besser unterstützen zu können.

 
 

Welche Erinnerungen hast Du an den Einstieg in das CAS Risk & Safety Management?

Ich fühlte mich zuerst doch einigermassen ins kalte Wasser geworfen. Da war viel Ungewissheit, weil ich noch wenig Erfahrung in diesen Themen hatte. Diese Gefühle sind dann aber zum Glück rasch wieder verschwunden. Gerade die komplexeren Themen, wie zum Beispiel die verschiedenen Formen von Managementsystemen, wurden zu Beginn von Grund auf erklärt und gemeinsam erarbeitet. Mit dieser Unterstützung konnte ich mein Wissen Schritt für Schritt aufbauen und fühlte mich dabei sicher und gut begleitet.

Natalie's Lernpfad im CAS Risk & Safety Management
Natalie's Lernpfad im CAS Risk & Safety Management
 
 

Du arbeitest bei Alupak, einem typischen KMU mit etwa 320 Mitarbeitenden. Inwiefern sind denn da Managementsysteme überhaupt ein Thema?

Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und setzen natürlich auch die Vorgaben der Suva um. Zudem haben wir schon bisher systematisch eine hohe Qualität auf sichere Art gewährleistet, wofür wir uns an der Swissmechanik Branchenlösung orientieren. Wir sind bestrebt, in Zukunft ein Safety Management System nach ISO 45001 aufzubauen. Nach dem CAS ist für mich klar, dass wir ein integriertes Managementsystem anstreben müssen, welches auch Safety- und Risikoaspekte beinhaltet. Dazu werden nun auch neue Ressourcen bereitgestellt. Für diesen Entscheid war es sicher hilfreich, dass wir mit Lebensmittelsicherheit zu tun haben, da ist das Bewusstsein für Qualität und Sicherheit ohnehin bereits sehr hoch.

 
 

Welche anderen Instrumente und Modelle aus dem CAS sind für Dich in Deinem Alltag nützlich?

Das ist ganz sicher mal die Risikoanalyse inklusive Risikomatrix. Dann ist mir auch noch im Modell «Relevante Key Performance Indicators» der Unterschied zwischen «Leading- und Lagging-Indicators» geblieben und auch die Modelle von Safety I und Safety II, die für mich völliges Neuland darstellten und mich in meinem Umfeld definitiv weiterbringen. In den Bereichen Business-Continuity-Planning und Notfall- und Krisenmanagement haben sich mir schliesslich ganz neue Horizonte eröffnet. Das führte dazu, dass wir ein neues Evakuationskonzept eingeführt haben, das wir mit der lokalen Feuerwehr gemeinsam üben.

 
 

Gibt es noch weitere Lerninhalte, die Du in der Praxis anwendest?

In Sachen Leadership und Verantwortungsbewusstsein bin ich einen grossen Schritt vorangekommen. Das hilft mir bei der täglichen Arbeit, speziell beim Schulen, Instruieren und Sensibilisieren unserer Mitarbeitenden. Ausserdem kann ich jetzt professionell Risikoanalysen erstellen, die wir dann einerseits für Anwendungsfragen in der Produktion als Entscheidungsgrundlage nutzen, andererseits kann ich damit auch die Entscheidungsträger in der Firma überzeugen.

 
 

Wem empfiehlst du unser CAS Risk & Safety Management?

Aufgrund der generalistischen Ausrichtung eigentlich allen, die sich für Safety- und Risk-Fragen interessieren und darin «sattelfest» werden möchten. Für Leute, die beruflich mit solchen Fragestellungen konfrontiert sind und bisher noch nicht über eine spezifische Ausbildung verfügen, ist das CAS ein idealer Einstieg. Innerhalb des Masterstudiums Quality Leadership sehe ich das CAS Risk & Safety Management klar als «Muss-CAS», denn ein systematisches Chancen-Risiko-Denken hilft im Qualitätsmanagement ungemein. Übrigens findet man auch im täglichen Leben laufend Fragestellungen, die sich damit besser – und sicherer!– bewältigen lassen.

 
 

Vielen Dank für das Interview und den spannenden Einblick in Deine Welt!

 
 

Text und Kaffeekapseldesillusionierung: Susan Conka

Interview: Lukas Matter/SAQ-QUALICON AG, Mai 2021

 
 

Hier ein Wissenhäppchen zum Thema Safety Management System, mit Nathalie und Lukas aus unserer Online-Eventreihe QQ-Impulse.

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